Wallbox-Förderung endet doch nicht
Professor Thomas Koch vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT)
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Nachdem im Juni der bereits einmal von 200 auf 500 Millionen aufgestockte Fördertopf leer war und keine Anträge für privat installierte Wallboxen mehr gestellt werden konnten, wurden jetzt zusätzliche 300 Millionen bewilligt. Scheinbar wurde von Finanzminister Olaf Scholz die Erhöhung noch im Juni angeboten, jedoch von Bundesverkehrsminister Scheuer abgelehnt, um dann am 2. Juli einen Brandbrief zu schicken und von Scholz eine Aufstockung zu fördern, wie die Automobilwoche berichtet. Zustimmung kam wie zu erwarten vom VDA, Kritik vom Linken-Verkehrspolitiker Jörg Cezanne: „Mit der Förderung öffentlich zugänglicher Ladestationen wäre der Elektromobilität mehr gedient, als mit E-Zapfsäulen im Vorgarten. Zudem leidet das Programm an einer sozialen Schieflage, denn die Steuermillionen kommen ausschließlich bei Menschen an, die sich ein teures Elektroauto leisten können.“ (Quelle: heise.de). Willkommen im Wahljahr 2021!

Zu beachten ist, dass der Antrag für den Zuschuss vor dem Kauf der Wallbox gestellt wird. Mit 900 Euro Zuschuss werden steuerbare Wallboxen bis max. 11 kW gefördert. Es können zwar auch leistungsstärkere Wallboxen gekauft werden, jedoch müssen diese auf 11 kW gedrosselt werden. Ist die vielbeschworene Versorgungssicherheit in diesem Zusammenhang doch nicht so gegeben, wie die Politik dies stets betont? Sinnvoll ist auf jeden Fall, dass der Nachweis geführt werden muss, dass die Wallbox mit „grünem“ Strom betrieben wird. Hier finden Sie eine Liste der förderfähigen Modelle.

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